Dritter Fachtag „Projekt Zukunft“: Ein Tag zwischen Mitgestaltung und Selbstfürsorge
Ein Bericht einer Mitarbeiterin der Michael-Ende-Schule
Wie kann es gelingen, den pädagogischen Alltag weiterzuentwickeln und dabei gleichzeitig die eigenen Ressourcen im Blick zu behalten? Mit diesen Fragen setzte sich der dritte Fachtag des „Projekts Zukunft“ am 25.03.2026 auseinander.
Schon zu Beginn wurde deutlich, wie viel Engagement und Herzblut in der Vorbereitung steckte. Die
Workshops wurden überwiegend von internen Mitarbeitenden und Koordinator*innen geleitet, ergänzt durch eine externe Referentin, Frau Brunsberg. Diese Mischung habe ich als besonders nahbar und wertschätzend erlebt.
In sieben Workshops wurden unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Besonders angesprochen hat mich das “Betriebliche Gesundheitsmanagement”, welches von der BGM-Beauftragten Paula König geleitet wurde. Hier ging es darum, im oft hektischen Alltag bewusst innezuhalten und Wege zu finden, mit Stress besser umzugehen. Kleine praktische Übungen wie Atemtechniken oder ein stiller Spaziergang ohne Ablenkung haben gezeigt, wie wichtig bewusste Pausen für die eigene Regeneration sind.
Im Workshop „Zukunft“, geleitet von Frau Brunsberg, wurde ein Perspektivwechsel möglich: Anhand konkreter Beispiele konnten wir nachvollziehen, mit welchen Herausforderungen die Geschäftsführung konfrontiert ist. Das hat mir geholfen, Zusammenhänge besser zu verstehen und Prioritäten anders einzuordnen.
Auch die „Digitalisierung“ spielte eine Rolle. Dieser Workshop wurde von Frau Droop geleitet. Hier konnten wir eigene Ideen und Bedarfe für unsere Online-Wissensplattform (kurz OnWi) einbringen, um die tägliche Arbeit weiter zu erleichtern. Besonders motivierend war, dass unsere Rückmeldungen aktiv aufgenommen werden.
Im Bereich „Networking“ verschaffte uns Frau Feuster einen Einblick in eine bewusste Gestaltung von Gesprächen mit Kooperationspartner*innen. Wie trete ich auf? Wie schaffe ich eine angenehme Gesprächsatmosphäre? Und wie formuliere ich Anliegen so, dass sie gehört und ernst genommen werden?
Sehr praxisnah wurde es im Workshop „Pädagogik“, welcher von Frau Weber und Frau Redell durchgeführt wurde. Eine Geschichte wurde nicht nur vorgelesen, sondern gemeinsam mit verschiedenen Materialien
lebendig umgesetzt. Ohne feste Rollen entwickelte sich ein kreativer Prozess, der sich unmittelbar auf die Arbeit mit Kindern übertragen lässt.
Im Workshop „Nachhaltigkeit“ lernten wir von Frau Roloff und Frau Weingran eine Methode kennen, mit der belastende Gedanken durch Selbstreflexion hinterfragt werden können. Dies bietet eine hilfreiche Unterstützung im Umgang mit Konflikten und herausfordernden Situationen. Denn es kann aus einem „Ich schaffe das nicht.“ immer ein „Ich schaffe das!“ werden.
Auch das Thema Pre-, On- und Offboarding wurde im Workshop „Personal“ aufgegriffen. Frau Krups stellte hier den Austausch in den Mittelpunkt, wie Übergänge in den Einrichtungen gestaltet werden und welche Unterstützung es weiterhin geben kann. Zusätzlich konnte in einem offenen Austausch Wünsche, Bedarfe und Ideen geäußert werden. Dies waren wertvolle Impulse für alle.
Eine sehr willkommene Pause bot die Mittagspause. Mit der FLC Group food.love.kids haben wir einen Caterer kennengelernt, der auch Kitas und Schulen beliefert. Dies war eine schöne Inspiration, die ich auch für meine eigene Einrichtung mitnehme.
Im Laufe des Tages wurde mir noch einmal bewusst, wie lange ich bereits bei unserem Träger tätig
bin und wie viele Entwicklungen ich miterlebt habe. Besonders spürbar ist für mich, dass der Blick auf die Mitarbeitenden heute noch einmal stärker, näher und wertschätzender geworden ist.
Mein Fazit:
Ich habe den Fachtag als sehr bereichernd erlebt. Er hat mir neue Impulse gegeben, mich an einigen Stellen „resetet“ und meinen Blick wieder geweitet. Gerade im Alltag besteht oft die Gefahr, sich in einzelnen Problemen zu verlieren. Umso wichtiger ist es, Themen wie Stressbewältigung, persönliche Gesundheit und ein gutes Miteinander im Team bewusst in den Fokus zu rücken.
Für mich bleibt die Erkenntnis, dass ich bei einem Träger arbeite, der sowohl die Kinder als auch die Mitarbeitenden im Blick hat – und genau das macht für mich den Unterschied.



